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SEKRETORISCHE OTITIS (Paukenerguss)

SEKRETORISCHE OTITIS (Paukenerguss)

Sekretorische Otitis Media (Paukenerguss) definiert einen Zustand mit Sekret im Mittelohr, hinter einem intakten Trommelfell, ohne Symptome und Anzeichen einer akuten Entzündung. Sie stellt eine der häufigsten Erkrankung bei Vorschulkindern dar. Sie ist nicht ausschließlich eine Kindererkrankung, sondern kann, wenn auch seltener, auch bei Erwachsenen auftreten.
Hauptsymptom dieser Krankheit ist die Schwerhörigkeit, welche Erwachsene sehr schnell bemerken und die Veränderung der Hörfähigkeit auch berichten, wohingegen sie sich bei Kindern beispielsweise erst dadurch bemerkbar macht, dass sie die Lautstärke des Fernsehers erhöhen, nicht auf Rufe der Eltern oder der Umgebung reagieren oder in ihrer sprachlichen Entwicklung zurückbleiben. In 40-50% der Fälle bemerken weder Eltern noch Kinder keinerlei Symptome dieser Krankheit.
Ärzte in der primären ambulanten Gesundheitssicherung erkennen diese Erkrankung oft nicht und unterscheiden sie nicht von einer akuten Mittelohrentzündung, was in gewisser Weise auch verständlich ist, da sie nicht auf Erkrankungen an Ohren, Hals und Nase spezialisiert sind. Diese Erkrankung ist im Kindesalter weit verbreitet. Wissenschaftliche Quellen belegen, dass über 90% der Kinder mindestens eine Phase der sekretorischen Otitis bis zum 7. Lebensjahr durchlaufen. Dieser Zustand des Auftretens von Sekret hinter dem Trommelfell kann auch von selbst vergehen, durch spontanen Erguss des Sekrets durch die eustachische Röhre und durch Eintritt von Luft in den Mittelohrraum, in 5-10 % verbleiben jedoch Spätfolgen: irreversible Veränderungen an Trommelfell und Mittelohr, langfristiger Hörverlust und Verzögerungen in der Entwicklung des Sprechens und der Sprache.
Sie stellt ein Problem gleichermaßen für die entwickeltsten Länder der Erde dar, wo mittlerweile große Mittel für die Identifikation und rechtzeitige Behandlung dieser Erkrankung bereitgestellt werden. Es ist wichtig eine frühere Erkennung struktureller Anomalien des Trommelfelles zu etablieren, da diese in direktem Zusammenhang mit der Sekretorischen Otitis stehen. Der beste und in jedem Fall effizienteste Weg ist ein Besuch bei einem HNO-Arzt, der das Trommelfell mit einem Mikroskop untersuchen, eine thympanometrische Untersuchung durchführen und mit Sicherheit bestätigen kann, ob es sich um diesen Befund handelt.
Die Behandlung beinhaltet ein Begleiten des Kindes über mehrere Monate mit einer entsprechend geeigneten Behandlung, und sollte diese Therapie zu keiner sichtbaren Verbesserung führen, wird eine kurze chirurgische Intervention unter Einsetzen eines Paukenröhrchens notwendig.

Über den Autor

Spezialist für Otorinolaringologie. Behandelt alle Arten diagnostischer Untersuchungen in Verbindung mit Erkrankungen im Bereich von Hals, Nase und Ohr sowie in Bereichen des Kopfes und Halses. Teilnahme an einer Vielzahl von Kongressen, Symposien und Seminaren im In- und Ausland mit entsprechender Zertifizierung. Sammelte praktische Erfahrungen am Klinischen Zentrum. Lernte als junger Arzt in der Schweiz und an der renommierten Schule für Otorinolaringologie in Österreich.

dr Nemanja Pejakovic

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