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Prothetische Stomatitis

Prothetische Stomatitis

Die Prothetische Stomatitis ist eine Erkrankung, die bei Personen mit umfangreichen mobilen prophetischen Ergänzungen auftritt. Diese Erkrankung charakterisiert die Schwellung und inflammatorische Entzündung der von der Prothese umfassten Mundschleimhaut. In der Mehrzahl der Fälle ist diese Erkrankung asymptomatisch, während bei einer geringen Zahl von Patienten Schmerzen, Juckreiz und Brennen auftreten.

Mögliche Auslöser dieser Krankheit sind: Würmer der Gattung Candida, Bakterien, inadäquate Hygiene der Prothese, kontinuierliches Tragen der Prothese (nächtliches Tragen der Prothese), Alter der Prothese, Veränderungen bei der Speichelproduktion (Hypersalivation) sowie pH-Wert der Schleimhaut und des Speichels. Basierend auf klinischen Untersuchungen kamen wir zum Schluss, dass das kontinuierliche (nächtliche) Tragen der Prothese und ihr Alter die bedeutendsten Faktoren sind, die zu einer Erkrankung führen.

Das kontinuierliche Tragen der Prothese, wie auch die unzureichende Hygiene bieten günstige Bedingungen für das Zurückbleiben von Nahrungsmitteln und Mikroorganismen auf der Oberfläche der Prothesenbasis, welche günstige Rahmenbedingungen für die Entstehung der Erkrankung darstellen. Der negative Einfluss des nächtlichen Tragens stellt sich dar, indem die nützlichen Effekte des Speichels unter diesen Bedingungen nicht eintreten. Im Bereich zwischen der Prothesenbasis und der Schleimhaut des Gaumens wird der Speichelfluss verringert und es entstehen dynamische Veränderungen des pH-Werts, was zur Beeinträchtigung der mechanischen Reinigung des Gewebes führt.

Das Alter der Prothese ist ein wichtiger Faktor, denn bei länger getragenen Prothesen kann die Hygiene schlechter eingehalten werden und die Prothesenbasis tendiert eher porös zu werden. Oberflächliche Unregelmäßigkeiten auf der Prothese führen zu erhöhtem Anheften von Mikroorganismen und erschwertem Entfernen nach der Reinigung. Eine derartige Prothese wird als inadäquat angesehen und führt zur Traumatisierung des Gewebes und zur Entstehung möglicher Entzündungen.

Damit es nicht zu einer Erkrankung kommt ist es notwendig, Prothesen nicht nachts zu tragen, eine adäquate Hygiene der Prothese einzuhalten und verbrauchte alte Prothesen alle fünf Jahre auszutauschen. Prothesen müssen mindestens zweimal täglich abgewaschen und nach jeder Mahlzeit ausgespült werden. Die Reinigung erfolgt unter fließendem Wasser mit einer weichen Bürste und einer wenig abrasiven Zahnpaste.
Abrasive Zahnpasten können die Oberfläche der Prothese beschädigen. Nachts sollten Prothesen in einen Behälter mit kaltem destilliertem Wasser gelegt werden oder man verwendet speziell für die Hygiene von Prothesen geeignete Tabletten entsprechend der Anleitung des Herstellers.

Über den Autor

Spezialist für maxilofaciale Chirurgie, Leiter der Praxis Medikdent NS. Führt chirurgische Eingriffe im Bereich des Kopfes und Halses auf den Fachgebieten der Ästhetik, Traumatologie, Implantatprothetik, Onkologie, Bisskorrektur und Behandlung von Deformationen durch. Absolvierte an der jugoslawischen Schule die Ultraschallanwendung in der Diagnostik von Kopf- und Halserkrankungen und verschiedene KME-Kurse im In- und Ausland. Er ist leitender Arzt und Inhaber der Praxis MEDIKDENT NS, Chirurg für maxiofaciale Medizin am Klinischen Zentrum Vojovodina (KCV), Assistent an der Fakultät für Medizin in Novi Sad und kooperierender Fachexperte für das Webportal www.stetoskop.info.

dr Bojan Pejakovic

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